Autofasten 2013


Autofasten 2013
(Jeûne automobile 2013)

Deutsch Französisch

Vom 25. Februar bis 24. März
Klima schützen. Anders unterwegs sein.

Die Bistümer Trier, Mainz und Speyer, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, die Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz laden für die Fastenzeit gemeinsam mit der katholischen Kirche im Großherzogtum Luxemburg zum AUTOFASTEN ein. Unterstützt wird die Aktion durch die Landeszentrale für Plakat der Aktion 2013Umweltaufklärung Rheinland Pfalz, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes, das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, die Ministerien für Verkehr und Umwelt des Großherzogtums Luxemburg sowie Verkehrsverbünde, Verkehrsunternehmen, Fahrradverleiher, Car-Sharing Unternehmen, dem Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), dem NABU, dem Mouvement écologique, Greenpeace Luxembourg, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), VELO mobil, dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und vielen mehr.

Wir Menschen sind dabei, unsere Erde zu einem riesigen Treibhaus zu machen. Mit den bekannten katastrophalen Konsequenzen für die ganze Schöpfung. Gott sei dank sind viele dabei aufzuwachen, haben gemerkt, dass es nicht weitergehen kann mit immer mehr Konsum, immer mehr Verbrauch, immer mehr… Das ist gut so. Jede und jeder von uns kann versuchen, seinen persönlichen Lebensstil umweltbewusster zu gestalten. Eine mögliche Veränderung betrifft unsere Mobilität. Das Auto ist das wichtigste Beförderungsmittel hierzulande. Und das bei den immer noch riesigen Mengen Kohlendioxid, die durch den Autoverkehr erzeugt werden. Und bei dem großen Landverbrauch für immer mehr Straßen.

Autofasten.

Die beteiligten Kirchen rufen dazu auf, in der Fastenzeit das Auto möglichst oft stehen zu lassen. Stattdessen sind Sie eingeladen, das Auto für vier Wochen zu ersetzen: durch Radfahren, Busse und Bahnen oder einfach zu Fuß gehen. Und wenn das Auto nicht zu ersetzen ist, dann: spritsparend zu fahren, Elektromobile auszuprobieren oder sogar anzuschaffen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder das Auto mit anderen zu teilen (car-sharing)… Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Gerechtigkeit.

Der auch durch das Autofahren bewirkte Klimawandel betrifft die armen Länder des Südens und die Menschen dort schon jetzt besonders hart. Obwohl sie nichts dazu können. Wir empfehlen allen Autofastern, sich über die Auswirkungen des Klimawandels in den verschiedenen Regionen der Erde zu informieren.

Überprüfen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Produktion von CO2 durch Ihre Mobilität. Dazu steht hier ein CO2-Rechner zur Verfügung.

Mitmachen.

Gute Idee. Aber besonders gut wird sie, wenn viele mitmachen. Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Versuchen Sie in der Fastenzeit einfach mal einen anderen Weg. Für Sie selbst und ihren Lebensstil und dann ganz wörtlich durch die andere Gestaltung der täglichen Wege. Was Sie davon haben? Einen Zugewinn an Gesundheit durch mehr Bewegung? Das Gefühl, doch etwas tun zu können? Ein besseres Gewissen? Kontakt zu Menschen in Bussen und Bahnen… Egal, was immer. Es kann doch nicht so bleiben wie es immer war. Es muss sich etwas ändern. Wir müssen uns ändern. Und das ist exakt das, was Christen meinen, wenn sie vom “Fasten” sprechen. Sie sind dazu herzlich eingeladen.

Warum AUTOFASTEN?

Vom Verkehr geht eine starke Gefährdung des Klimas aus, in erster Linie vom Pkw- und Lkw-Verkehr und dann auch vom besonders stark wachsenden Flugverkehr (geschätzte Zunahme bis 2020: 108 Prozent). Von 1990 bis 2004 stiegen die Emissionen aus dem Verkehr der Industriestaaten um 23,9 Prozent. Ein Auto fügt der Erdatmosphäre pro 100 Kilometer rund 14,7 Kilogramm des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid hinzu. Grund genug, nach Alternativen Ausschau zu halten. Denn die gibt es längst. Und sie sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern machen auch Spaß. Denn zu Fuß gehen oder die Benutzung von Bus, Bahn oder Fahrrad ermöglichen auch Begegnung und Kommunikation – jenseits des Rundum-Auto-Blechpanzers. Das jedenfalls ist die Erfahrung vieler Autofasterinnen und Autofaster aus den letzten Jahren.
Mehr dazu und zu den Ergebnissen der Untersuchung von Autofasten durch das Saarbrücker Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung GmbH (iSPO) auf dieser Seite.

So geht’s.

Sie sind eingeladen, in den vier Wochen der Aktionszeit (und natürlich darüber hinaus) ihr Auto möglichst oft durch andere Verkehrsmittel zu ersetzen. Da gibt es viele Möglichkeiten. Vom zeitweisen Verzicht (etwa in der Freizeit) über die völlige Vermeidung von Autofahrten bis zur besseren Organisation der notwendigen Fahrten oder einem bewussten energiesparenden Fahrstil reicht die Palette. Um trotzdem mobil zu bleiben (oder vielleicht besser: mobil zu werden!), gibt’s ebenso viele Möglichkeiten, vom Öffentlichen Personen-Nahverkehr über Fahrgemeinschaften und Car-Sharing bis zum Fahrradfahren oder zu Fuß gehen. Nach den vier Wochen und entsprechenden Erfahrungen sind Sie sicher so fit um entscheiden zu können, ob und in welchen Punkten Sie ihre Umgangsweise mit dem Auto verändern wollen und können.

Gewinn für Umwelt – Gewinn für Sie.

Gewinnerin des Autofastens ist die Umwelt. Aber auch Sie können gewinnen. Neben guten Erfahrungen (teilen Sie uns doch ihre Erfahrungen im Forum mit) warten eine ganze Reihe von Sachpreisen und Vergünstigungen auf die Autofasten-Teilnehmenden. Die beteiligten Verkehrsverbünde bieten für die Autofaster stark verbilligte Zeitfahrkarten an:

Der Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN), der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) und der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) bieten für 53,60 Euro als Fastenticket eine 4-Wochen Fahrkarte an, die jeweils im gesamten Verbund gilt.
Wer im Bereich des VRM für diese Zeit die Nummernschilder seines angemeldeten PKW abgibt, bekommt im Tausch das Fastenticket vom Verein Ökostadt Koblenz geschenkt, sowie eine Chipkarte für das Carsharingprojekt teilAuto Koblenz zur Verfügung gestellt. Tauschtermin: Sonntag, 24. Februar 2013 um 16.00 Uhr im Koblenzer Umweltbüro KUB.A – Eltzerhofstraße 10  56068 Koblenz (mehr unter info@oekostadt-koblenz.de)

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) spendet allen Teilnehmenden aus seinem Bereich eine Bonuskarte die zum Erwerb einer stark verbilligten (53,60 Euro) 4-Wochen-Zeitfahrtkarte berechtigt.

Der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) stiftet 200 Zwei-Wochen-Netztickets, die unter den Teilnehmenden im Saarland ausgelost werden.

Dechant Thomas Hüsch des Dekanats Koblenz und Superintendent Rolf Stahl des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz verlosen drei Autofasten-Tickets für den Verkehrsverbund Rhein-Mosel RMV im Wert von über 53 EUR für die Zeit der Aktion, wenn sich über 100 Koblenzerinnen und Koblenzer bei dieser Umwelt-Aktion beteiligen. Mehr Infos auch im Video.

Zwei Fahrräder von Wanderer zu gewinnen!

Die Fahrrad Traditionsmarke Wanderer stiftet zwei Fahrräder im Wert von je rund 1.200 Euro. Diese Fahrräder werden unter allen angemeldeten Teilnehmenden verlost.

Die DeLux-Express GmbH stiftet 30 Gutscheine für eine Hin- und Rückfahrt nach Wahl.

Weiter gibt es für  zehn Teilnehmende eine Bahncard 25 zu gewinnen.

Diese Preise werden unter allen Teilnehmenden verlost, die sich bis zum 16. Februar angemeldet haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Beteiligt sind:

Saarland

  • saar VV: Der Saarländische Verkehrsverbund

Rheinland-Pfalz

  • Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN)
  • Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM)
  • Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN)
  • Verkehrsverbund Region Trier (VRT)

Darmstadt

  • HEAG-mobilo
  • DADINA

Luxembourg

  • Chemins de Fer Luxembourgeois
  • Ville de Luxembourg
  • TICE
  • RGTR

Bei den beteiligten Fahrradverleihern und -betrieben (siehe Veranstalter-Seiten) gilt das Ticket für einen Check der Fahrsicherheit (Fahrrad fit für den Frühling?). Die Car-Sharing Unternehmen (siehe Veranstalter-Seiten) gewähren deutlich verbilligte Kennenlern-Angebote. Die Tickets werden unter allen verlost, die bei AUTOFASTEN mitmachen, im Einzugsgebiet der beteiligten Verkehrsbetriebe wohnen und sich rechtzeitig bis zum 16. Februar 2013 angemeldet hatten.